Historisches

Christian-Friedrich Schach (1820 – 1873) – Lehrer und Ornithologe



Christian-Friedrich Schach wurde am 21.03.1820 in Gazen bei Pegau in Sachsen geboren. Über seine Kindheit und Jugend ist nichts bekannt. Vermutlich hat er ein Lehrerseminar besucht.
Von 1840 – 1843 war er als Hilfslehrer in Langenhessen tätig. Am 20.02.1843 erfolgte seine Berufung in die Schullehrerstelle zu Rußdorf durch den Forstmeister und Rittergutsbesitzer von Blankenhain Karl Rudolf Eberhard Jockisch-Scheuereck sowie
die Gemeinde Rußdorf.

Wie der Lehrer zur Vogelkunde kam ist nicht belegt. 1850 trat er an die Öffentlichkeit mit der Gründung des „Ornithologischen Vereins des Pleißengrundes“. Christian-Friedrich Schach war dessen Schriftführer und geistigerMittelpunkt.

Diese örtliche Vereinigung von etwa einem Dutzend Vogel- und Eiersammlern hielt enge Verbindung zur „Deutschen Ornithologischen Gesellschaft“. Dieser gehörte Christian-Friedrich Schach seit 1852 an.
Christian-Friedrich Schach ging bei seiner ornithologischen Tätigkeit von wissenschaftlichen Gesichtspunkten aus. Er versah alle seine Stücke mit genauen Herkunftsdaten und exakten Maßen.

Sein Geschick zeigte sich in der naturgetreuen Präparation der Vögel.
Er veröffentlichte zugbiologische und faunistische Berichte aus seinem Beobachtungsgebiet in der „Naumannia“ und in den „Mitteilungen aus dem Osterlande“.

1862 wurde Christian-Friedrich Schach als korrespondierendes Mitglied in die „Naturforscher-Gesellschaft des Osterlandes“ aufgenommen.
Diese Gesellschaft erwarb nach seinem Tode seine ornithologische Sammlung, die sich bis heute im Naturkundlichen Museum „Mauritianum“ in Altenburg befindet.

30 Jahre, von 1843 bis 1873, wirkte Christian-Friedrich Schach in Rußdorf.
Im Alter von 53 Jahren verstarb er am 11.09.1873 nach einem Sturz von einer Leiter.